Der 14. Februar ist Valentinstag, der Tag der Verliebten. Für die einen ist er total unnötig und wird als Erfindung der Blumenindustrie dahin gestellt. Für die anderen ist er ein wichtiges Symbol für die Liebe und wird benutzt, um der/dem Liebsten Geschenke zu machen. Welche Geschichte hinter diesem Brauch steht und wie er zu uns gefunden hat, werde ich Dir kurz erzählen.


Wenn man nach dem Ursprung des Valentinstags und dem dazugehörigen Brauch sucht, wird man, wie so oft, in der Geschichte der katholischen Kirche fündig. Der hl. Valentin, bekannt als römischer Priester und Bischof von Terni (175 n. Chr.) wurde wegen seiner Wundertaten nach Rom berufen, um dort den verkrüppelten Sohn des Rhetors Craton zu heilen. In Rom bekehrte der Bischof zahlreiche Menschen zum katholischen Glauben, was dem damaligen Kaiser Aurelian überhaupt nicht gefiel. Zudem traute er heimlich Soldaten und ihre Bräute, schenkte ihnen Blumen und setzte sich so über des Kaisers Verbot hinweg, dass Soldaten nicht heiraten dürfen. Kaiser Aurelian ließ Valentin am 14. Februar 269 enthaupten.

Es gibt zahlreiche Legenden um den hl. Valentin, die allerdings nicht alle belegt werden können. Im Jahr 469 n. Chr. wurde er als Märtyrer heiliggesprochen.

Doch wie gelangte dieser Brauch mit dem Blumen schenken nun zu uns? Man weiß, dass im 15. Jahrhundert in England “Valentinspaare” gebildet, die sich gegenseitig kleine Geschenke machen sollten. Diese Tradition nahmen englische Auswanderer mit in die USA und mit den amerikanischen Soldaten kam sie dann nach dem 2. Weltkrieg zu uns. 1950 gab es den ersten Valentinsball in Nürnberg. Ab da verbreiteten sich die Bräuche zum Valentinstag im deutschsprachigen Raum.

Rote Beete Valentins-Herzen

Bei mir und meinem Mann wird der Valentinstag nicht speziell gefeiert. Vor allem seit wir 2015 am 9. Februar heirateten – Hochzeitsdatum meiner Großeltern und die waren immerhin über 60 Jahre verheiratet – ist der 14. Februar nicht mehr so wichtig. Doch dieses Jahr ließ ich mich dazu inspirieren rosa Valentins-Herzen zu backen. Wenn Du das Rezept nachmachst und die Herzen noch pinker haben willst kannst Du einfach noch mehr Rote Beete einarbeiten oder statt der Milch gleich Randensaft verwenden. Lass Deiner Fantasie freien Lauf.

Zutaten Teig

  • 600g Mehl
  • 200ml Milch
  • 2 gkochte Rote Beete
  • 1 Ei
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 20ml warme Milch
  • 50g Zucker
  • 80g Butter
  • 1 Prise Salz

Rote Beete mit der Milchim Mixer pürieren. Hefe in der warmen Milch auflösen. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten (von Hand oder mit der Küchenmaschine). Zugedeckt 1 1/2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.

Zutaten Füllung

  • 2 Eiweiß
  • 100g gemahlene Haselnüsse oder Mohn
  • 100g Marzipan
  • 2 EL (Rosen-) Marmelade

Eiweiß zu Schnee schlagen und die anderen Zutaten unterrühren. Den Teig auf ca. 40 x 40cm ausrollen, mit der Masse gleichmäßig bestreichen und zu einer Rolle aufwickeln. Diese in 2-3cm starke Scheiben schneiden. Mit Hilfe eines Messers die Scheiben zu Herzen formen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech großzügig verteilen. Nochmal für 15 Minuten zugedeckt gehen lassen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Herzen auf 180 Grad für 20 Minuten backen.

Zutaten Glasur

  • 6 gehäufte EL Puderzucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Schlehen Likör (oder Lebensmittelfarbe)

Alle Zutaten zu einer homogenen, nicht zu flüßigen Masse verrühren. Auf die abgekühlten Herzen aufstreichen und diese nach belieben, z. B. mit gemahlenen Rosenblüten oder Zuckerpelen noch verziehren.

Die Herzen an die Liebsten in Deinem Umfeld verschenken. Auf keinen Fall alle alleine aufessen 😉