6. Chakra, Stirnchakra oder Drittes Auge, Ajna-Chakra

„You have three eyes. Two to look and one to see.“

Mit der Erklärung über das dritte Auge hab ich mich echt schwer getan. Jeder der mit Yoga oder Energiearbeit zu tun hat, weiß genau worum es sich beim Stirnchakra handelt. Doch dies in Worte zu fassen, ohne dass ein Laie beim Lesen denkt: „Die spinnt doch!“, finde ich echt nicht leicht. Und wenn ich meine Bücher zu dem Thema nach Ideen durchforste, merke ich noch mehr, wie schwierig eine einfache Erklärung beim dritten Auge ist.

Der obige Satz ist ein guter Anfang für die Definition. „Wir haben drei Augen. Zwei zum Gucken und eins zum Sehen.“ Mit unseren physischen Sinnen erhalten wir pro Sekunde 11 Millionen Informationen, die in unser Gehirnfließen. Was wir davon wahrnehmen, also bewusst aufnehmen, sind nur ungefähr 40 pro Sekunde. Alles andere wird von unserem Gehirn herausgefiltert. Die meisten Infos nehmen wir natürlich über unsere Augen auf. Also, was man direkt anschauen kann nimmt man vermehrt wahr. Bei einem Blinden fehlen diese Informationen, er hat somit mehr Kapazität mit den übrigen Sinnen wahrzunehmen und ist feinfühliger für Schwingungen anderer Art.

Unser drittes Auge ist besonders mit unserem Herzen verbunden. Wenn wir zum Beispiel verliebt sind, nehmen wir nicht nur die Person, um die sich grad alles dreht anders wahr (nämlich mit dem Herzen), sondern auch den Rest unserer Umgebung. Wir erfreuen uns an kleinen Dingen, über welche wir sonst einfach hinweg geschaut hätten. Das 6. Chakra ist der Sitz unseres Bewusstseins, der Zugang zur Intuition und allem was hinter der physischen Realität liegt. Das nicht greifbare wird in die Realität mit einaufgenommen.

Sehr wenige Menschen haben ein weit geöffnetes drittes Auge. Diese sind in der Lage hellsichtige Gaben zu entwickeln oder telepathisch zu kommunizieren. Doch schon ein aktiviertes 6. Chakra veranlasst uns zu mehr Phantasie und ausgeprägteren Träumen. Es fällt leichter in einen meditativen Zustand zu kommen und seiner Intuition zu vertrauen. Als Kind besteht dieser Zugang noch eher. Da gibt’s den „imaginären Freund“, die Angst in der Nacht, weil „jemand im Zimmer ist“ oder die „Elfen“ im Garten zwischen den Blumen.

Zwischen dem 21. und 26. Lebensjahr entwickelt sich ein Prozess, der unsere Wahrnehmung verändert. Der Ernst des Lebens beginnt, für Phantasien und Wunschträume ist da kaum noch Platz. Es gibt verschieden Gründe, aus welchen sich das Chakra verschließt. Allen voran sind emotionale und psychische Belastungen und der Missbrauch von Drogen schuld. Die energetische Farbe dieses Bereichs ist eigentlich ein klares Indigoblau, doch es lassen sich verschiedene Nuancen je nach erlangten Bewusstseinsebene erkenen. Bei einem rationalen Denker strahlt dieser Bereich einen Gelbton aus, bei jemandem mit guter Intuition zeigt sich ein dunkles Blau, wohingegen bei einer Person mit hellsichtigen Fähigkeiten ein Violett erscheint.

Um seine Intuition zu fördern, das Tor zu mehr Weitsicht wieder ein Stück weit zu öffnen helfen schon kleine Übungen im Alltag.

Reinigung und Aktivierung des Dritten Auges
Die Tiefe und Weite eines dunkelblauen, sternenübersäten Nachthimmels stimuliert das 6. Chakra. Dein Geist wird geöffnet für die unendliche Größe der Schöpfung und Dir wird bewusst, dass auch das Nichtgreifbare existiert. Singst Du dabei ein langes „i“ wird die Erfahrung noch intensiver.
Bei einer großen Schwäche des Dritten Auges lohnt sich die Arbeit mit unserem „Erwachsenen Ich“ im Alter von 21-26 Jahren. Natürlich helfen auch hier Reiki, Heilsteine, Meditationen und andere energetische Arbeiten.

Position: Etwa einen Finger breit über der Nasenwurzel. Es öffnet sich nach vorn
Körperliche Zuordnung: Gesicht, Augen, Ohren, Nase, Nebenhöhlen, Zentralnervensystem, Kleinhirn
Drüse: Hypophyse
Farbe: Indigoblau, auch gelb und violett
Steine: alle dunkelblauen bis violetten Steine, besonders Lapislazuli und Sodalith
Element: Geist
Astrologische Zuordnung:
Merkur: Intellekt, rationales Denken
Schütze/Jupiter: Erkenntnis von Zusammenhängen, ganzheitliches Denken
Wassermann/Uranus: Wahrnehmung von höheren Einsichten, göttlich inspiriertes Denken
Fische/Neptun: Intuition, Zugang zur inneren Wahrheit
Ätherische Öle und Räucherstoffe: Minze, Veilchen, Basilikum, Rosmarin, Immortelle, Wacholder und Weihrauch
Nahrungsmittel: Fasten

Sternzeichen Zwillinge

21.5. – 21.06.

Element: Luft
Astrologische Zuordnung: Merkur

Im Sternzeichen Zwilling finden wir Lebensfreude pur – lebendig, wach und interessiert. Er strotzt vor kindlicher Energie. Seine Tools sind die Kommunikation und das Denken und weiß wie kein anderes Tierkreiszeichen mit Worten umzugehen. Songtexte, Gedichte, Romane, hier darf der Zwilling sein Können zeigen. Er möchte sich mitteilen und teilhaben am Geschehen in seiner Umgebung. Es reizt ihn verschiedene Möglichkeiten durchzuspielen, Raum und Zeit spielen dabei keine Rolle. Ist in seinem Kopf die Sache zu Ende reflektiert, verliert er meist das Interesse, ohne jemals mit dem Projekt begonnen oder sich eine eigene Meinung gebildet zu haben. Denn er ist schon mit der nächsten Idee beschäftigt. Der Zwilling mag es am liebsten unverbindlich.

Er brauch immer wieder neue Impulse, neue Menschen und neue Erfahrungen. Ja, er ist ein wahrer Luftikus. Doch genau das lässt ihn innerlich zersplittern. Denn diese Suche nach Vielfalt überdeckt auch die Unfähigkeit sich auf etwas tieferes einzulassen. So verheddert er sich gern in Kritik und Streit mit anderen. Mit dem Zwilling verbindet man immer zwei. Und hier können wir Bezug nehmen auf die zwei Teile der menschlichen Seele, nämlich den irdischen Anteil und den des höheren Selbst. Erst, wenn der Zwilling lernt, diese beiden Aspekte zu vereinen, wird er innere Ruhe finden. Dann kann er anderen beibringen, die Vielfalt der Schöpfung zu erkennen, zu nutzen und zu genießen.

Heilsteine für den Zwilling
Karneol: wirkt der Zersplitterung der Seelenanteile entgegen
Tigerauge: hilft den Blick nach innen zu richten um Erfüllung und Geborgenheit zu erlangen
Zitrin: hilft bei der Aufarbeitung und Klärung von emotionalen Problemen
Bernstein: löst Nervosität und Angst auf, bringt Zuversicht und Ruhe
Blau-weißer Chalcedon: hilft dem Zwilling auf die innere Stimme zu hören
Aquamarin: fördert die Kommunikation mit dem höheren Selbst
Bergkristall: vermittelt dem Zwilling eine ungeteilte Ganzheit, löst Bockaden im Geist und in der Seele des Zwillinggeborenen

Lapislazuli – Stein der Könige


Das tiefe Blau des Lapis mit seinen goldenen Sprenkeln erinnert an einen von Sternen übersäten Nachthimmel. Er öffnet unser Drittes Auge und somit auch den Blick in unser tiefstes Innerstes. Zugleich vermittelt dieser Stein unserer Seele eine unendliche Geborgenheit und macht uns empfänglich für die Botschaften und Weisheiten des Universums. Er hilft uns frei von Raum und Zeit zu denken, gewährt uns Verständnis für Zusammenhänge, die unser rationales Gehirn nie verstehen wird. So wie jeder Stern am Himmelszelt seinen eigenen Part innehat, so zeigt uns der Lapislazuli, dass auch wir ein wichtiger Teil des großen Ganzen sind. Dem Stein wird seit jeher eine Art göttliche Wirkung von Schutz und Liebe nachgesagt. In vielen Kulturen war er einer der wichtigsten Heilsteine. Er wurde zum Beispiel ängstlichen Kindern zur Stärkung des Selbstvertrauens umgehängt. Auch Kleopatra trug ihn stets bei sich.

Dem kühlenden Blau wird eine beruhigende und fiebersenkende Wirkung nachgesagt. Bei Halsschmerzen, Schwellungen und Entzündungen, soll ein von der Sonne erwärmter Lapis besonders gut helfen. Auch bei nervösen Kopfschmerzen entfaltet er auf der Stirn aufgelegt Ruhe und Linderung. Er kann bei erhöhtem Blutdruck und Depressionen eingesetzt werden und soll sogar zu einer vollen Haarpracht verhelfen.

Quellen: Das Chakra-Handbuch, Edelsteine und Sternzeichen von Shalila Sharamon und Bodo J. Baginski und natürlich mein Wissen und meine Erfahrungen

Der Beitrag ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker.