Ja, genau! Im September dreht sich hier alles um DICH! Sofern du eine Frau bist 😉
Warum ich dieses Thema aufgreife? Einfach weil mir bewusst wurde, dass da ganz viel Redebedarf besteht.
Immer mehr Frauen wollen mehr in ihrer Weiblichkeit leben, ihrer Intuition folgen und ihrem inneren Drang nach „mehr” nachgeben, doch es fehlt jemand oder etwas, das ihnen den Weg weißt. Viele junge Frauen wollen sich nicht mehr mit Hormonen vollpumpen um ihre Sexualität frei leben zu können. Denn eigentlich macht die Pille genau das Gegenteil: sie hemmt unser sexuelle Energie. Durch die vorgegaukelte Schwangerschaft wird unser Körper auf allen Ebenen ausgebremmst. Ganz schön blöd, denn jetzt könntest du ja, wann immer du wolltest, nur Lust hast du einfach nicht so viel. Doch wie lässt sich diese Lust wieder steigern? Und wie verhüte ich ohne Pille überhaupt? Und was ist mit den Frauen, die sich nichts sehnlicher als ein Kind wünschen, es aber einfach nicht klappt?
Tampons sind out, weil sie die Umwelt verschmutzen, doch welche Alternativen gibt es eigentlich? Du hast dieses Problem gar nicht mehr, denn deine Wechseljahre sind schon rum? Dann sag mir mal, wie steht es um deine Weiblichkeit so ganz ohne Zyklus und Östrogen? Über all diese Themen redest Du vielleicht mit deiner besten Freundin, doch in der „normalen” Gesellschaft werden sie kaum diskutiert. Zu intim, denkst du? Ja kann sein, aber ohne drüber zu quatschen bleibt halt alles beim Alten.

Tja und weil ich dich jetzt neugierig gemacht habe und du ganz bestimmt wissen willst, was es denn an „mehr” so zu entdecken gibt, hab ich diese Themenwoche ins Leben gerufen. Hier kannst du ohne Hemmungen, alle deine Fragen stellen, und wir werden Dir ganz schamlos antworten und neues zeigen. Der Herbst beginnt also richtig schön bunt.

Der weibliche Zyklus – kurz und knackig erklärt

Also mal ganz ehrlich, zu der Zeit, als ich noch die Pille nahm, interessierten mich die Phasen des weiblichen Zyklus eher weniger. Das einzige, was ich wusste: alle 28 Tage bekomm ich meine Blutung. Schon allein die Frage, mit welchem Tag der Zyklus beginnt, hätteset Du mir nicht stellen brauchen. Und von wegen Zyklusphasen, die hatte ich ja gar nicht. In den Schaubildern von Cyclotest wird das ganz deutlich. Im oberen Bild siehst Du den Zyklus mit Pille und dessen Hormonkurve oder besser Linie), dazu im Vergleich ein Zyklus ohne Hormongabe im unteren Bild.

Bildquelle: https://www.cyclotest.de
Bildquelle: https://www.cyclotest.de

Hier siehst Du nun, dass der erste Tag Deines Zyklus auch der erste Tag Deiner Blutung ist. Haben wir das schon mal geklärt. Aber fangen wir mal ganz von vorne an:

Im Alter zwischen 11 und 15 beginnt bei Mädchen die monatliche Blutung, welche man Menarche nennt. Bis zu ihrem Aufhören, der Menopause, durchlaufen wir Frauen ca. 500 Zyklen. Bei jeder Blutung, die zwischen 4 und 7 Tage anhalten kann, verliert Frau ungefähr 150ml Blut. Die Zykluslänge ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Als „normal ” gelten hier 25-35 Tage, wobei hier eher die 1. Zyklushälfte variabel ist, die Zeit nach dem Eisprung beträgt immer relativ genau 12-14 Tage. Wenn Du Deine Zykluslänge kennst und mal genauer schauen magst wann welche Phase bei Dir beginnt, kannst Du das hier machen. Ein richtig tolles Buch zum Thema Menstruationszyklus und NFP (hormonfreie Verhütungsmethode) findest Du hier. Kommen wir nun noch kurz zu den Hormonen, die uns Frauen so sehr beeinflußen.

In der zweiten Graphik erkennst Du ja bereits, dass verschiedene Hormone zu verschiedenen Zeiten dominieren. Wir sprechen von zwei Zyklushälften, doch eigentlich kann man von vier Abschnitten sprechen. Die erste Zyklushälfte, die Follikelphase, besteht aus Blutung (1) und dem Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut und Follikelreifung (2). Der Zeitraum zwischen Eisprung (3) und der nächsten Blutung nennt man Lutealphase (4).

Blutung: während der Blutung ist unser Hormonspiegel am tiefsten. Wir fühlen uns schlapp und bei vielen Frauen sind zu dieser Zeit anfälliger für Infekte, weil das Immunsystem schwächer ist. Oft werden diese „Tage” begleitet von Gebärmutterkrämpfe, Unterleibsschmerzen, Lendenschmerzen, Beinschmerzen, Rückenschmerzen, migräneartige Kopfschmerzen, Übelkeit, Schweißausbrüche, Müdigkeit, Energiemangel und Stimmungsschwankungen.

Follikelphase: hier steigt das FSH (follikelstimmulierendes Hormon), das die Reifung der Eizelle und die Ausschüttung von Östrogen aus den Ovarien (Eierstöcken) beeinflusst. Östrogen bewirkt den Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut (diese braucht es für eine eventuele Einnistung der Eizelle). Je näher der Eisprung rückt, lässt es uns schön und sexy fühlen und steigert auch die sexuelle Lust.

Eisprung: in der Zyklusmitte wird ausserdem LH (luteinisierendes Hormon) ausgeschüttet, welches zusammen mit FSH den Eisprung auslöst. LH, FSH und Östrogen sind zu diesem Zeitpunkt auf ihrem Peak.

Lutealphase: Das LH bewirkt zudem, dass nach der Ovulation der Follikel in eine Drüse umgewandelt wird, die aufgrund ihrer Farbe Gelbkörper genannt wird. Dieser erzeugt nun das Hormon Progesteron, welches die Gebärmutter auf eine mögliche Einnistung vorbereitet. Es kommt vermehrt zu Wassereinlagerungen und je höher der Spiegel wird desto mehr fühlen wir uns müde und zahlreiche Frauen leiden kurz vor Eintreten der Blutung an PMS. Das Progesteron ist auch verantwortlich für den Anstieg der Temperatur direkt nach dem Eisprung.

Puh, sagst Du jetzt? Kurz und knackig, sag ich 😉 denn mit damit kann man Bücher füllen.

Warum die Zyklusphasen mit den Jahreszeiten in Verbindung gebracht werden, und wir besser auf unseren Körper hören sollten bespreche ich Interview mit Nina Gutermuth, Yogalehrerin und Ayurveda-Coach für Frauen. Dieses findet heute um 10 Uhr live auf Instagram statt. Danach speichere ich den Link hier ab. Falls Du also live dabei sein willst, gaaaanz unten auf der Seite findest Du den Link zu meinem Insta-Account.

Ich freu mich auf Dich!

So, das Interview mit Nina ist im Kasten.
Schau doch gleich mal rein.
Und keine Sorge, das geht auch ohne Insta-Account.
Zu Nina’s Kitchari-Rezept kommst du hier.